Wie diagnostiziert man Axiale Spondyloarthritis?

Wie bei allen rheumatischen Erkrankungen wird als Erstes im Beratungsgespräch die Krankengeschichte des Patienten abgefragt (Anamnese). Mit der folgenden körperlichen Untersuchung sollen die Beweglichkeit der Wirbelsäule und die Einschränkung der Gelenke getestet werden. Ein Standardverfahren ist auch die Blutuntersuchung, mit der bestimmte Laborwerte ermittelt werden, die auf das Bestehen einer Entzündung hinweisen können. Dabei ist zum Beispiel der Nachweis eines bestimmten Proteinkomplexes des Immunsystems (positiver HLA-B27-Wert) für die Diagnose rheumatischer Erkrankungen wichtig. Zu den weiteren Untersuchungsmethoden gehören die bildgebenden Verfahren, wie Röntgen und Magnetresonanz (MRT) der Wirbelsäule und der Kreuz-Darmbein-Gelenke.

 

Wie behandelt man Axiale Spondyloarthritis?

In der Therapie werden meistens medikamentöse und nicht medikamentöse Maßnahmen (z. B. Physiotherapie) kombiniert und individuell auf den Patienten angepasst. Schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente (Nichtsteroidale Antirheumatika) und von Kortison abgeleitete Arzneimittel gelten auch heute noch als Standard bei rheumatischen Erkrankungen. Daneben gibt es auch neuere Behandlungsoptionen wie Biologika (biologische Medikamente), die gezielt in das Immunsystem eingreifen. Die dabei am häufigsten verwendete Gruppe ist die der TNF-alpha-Blocker.

 

Was ist das Ziel der Behandlung?

Wie alle rheumatoiden Erkrankungen kann die Axiale Spondyloarthritis momentan nicht ursächlich geheilt werden. Darum hat die Therapie zum Ziel, die Beschwerdesymptome langfristig zu kontrollieren und das Voranschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Dieses vorübergehende oder dauerhafte Abklingen der Symptome wird als Remission bezeichnet. Im Idealfall wird durch die Behandlung eine komplette Remission erreicht, bei welcher die Krankheitsbeschwerden völlig zum Stillstand kommen. Je früher Axiale Spondyloarthritis diagnostiziert und entsprechend behandelt wird, desto höher sind die Aussichten auf eine komplette Remission. Die Chancen auf eine komplette Remission sinken mit zunehmender Krankheitsdauer und mit dem Fortschreiten der Gelenkentzündungen.