Brennpunkt Rücken: Axiale Spon­dy­loar­thri­tis

Starke Rückenschmerzen, die über Monate anhalten, können auf eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule hinweisen. Dahinter verbirgt sich häufig die Autoimmunkrankheit Axiale Spondyloarthritis, welche vor allem die Wirbelsäule und die Kreuz-Darmbein-Gelenke beeinträchtigt. Bei einem schweren Krankheitsverlauf der Axialen Spondyloarthritis kann es ohne Behandlung zu einer langsamen Verknöcherung und letztendlich zur vollständigen Versteifung der Wirbelsäule kommen. Der Betroffene wird zunehmend in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Um die Schmerzen zu lindern, wird er oftmals eine Schonhaltung einnehmen, was zu einer dauerhaften Fehlhaltung führen kann. Durch diese Schonhaltung kann es zu weiteren Gelenkbelastungen und Verspannungen kommen, wodurch die Schmerzen und die Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule noch weiter verstärkt werden. Darum sind die frühe Diagnose und eine spezifische Behandlung maßgeblich für den weiteren Verlauf der Erkrankung. Neben der Therapie ist ein gesunder Lebensstil mit ausreichend viel Bewegung von enormer Bedeutung. Für Patienten mit Axialer Spondyloarthritis sind gezieltes Rückentraining und sanfte Sportarten wie z. B. Schwimmen ideal. Auch mehr Bewegung im Alltag kann Schmerzen lindern. Zudem wirkt sich Bewegung an der frischen Luft positiv auf die Stimmung aus, wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen. Lassen Sie sich bei der Wahl Ihrer persönlichen Sportart von Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten beraten. Er wird Ihnen auch gerne geeignete Übungen für zu Hause zeigen und Ihnen erklären, welche Bewegungen gut für Sie sind.