Wie diagnostiziert man Psoriasis Arthritis?

Im Frühstadium ist eine Psoriasis Arthritis schwer nachweisbar. Sie kann leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Wie bei allen rheumatischen Erkrankungen wird auch hier der Arzt als Erstes ein Vorgespräch zur Krankengeschichte (Anamnese) führen. Nach der Anamnese wird der Arzt vermutlich die auffälligen Hautpartien untersuchen und die Gelenke abtasten. Mithilfe von Blut- und Gewebeuntersuchungen werden Entzündungswerte im Körper nachgewiesen, die auf Arthritis hinweisen könnten. Der sogenannte "Rheumafaktor" (ein bestimmter Antikörper, der sich bei Rheumatoider Arthritis nachweisen lässt) findet sich allerdings nur bei wenigen Psoriasis-Patienten mit Verdacht einer Arthritis. Zudem kann die Gelenkflüssigkeit untersucht werden. Um die Veränderungen an den Gelenken zu dokumentieren, werden verschiedene bildgebende Verfahren eingesetzt:

  • Radiografie (Röntgen)
  • Sonografie (Ultraschall)
  • Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Computertomografie (CT)

Wegen der Verwechslungsgefahr mit anderen rheumatischen Krankheitsbildern sollte die Diagnose vom Rheumatologen gestellt werden.

 

Wie behandelt man Psoriasis Arthritis?

Bei der Therapie von Psoriasis Arthritis werden drei Arten unterschieden:

  • topisch, das heißt äußerlich durch Cremes oder Lotionen,
  • physikalisch, das heißt durch Krankengymnastik, Kälte oder Wärme (zum Beispiel Thermalbäder, Lichttherapie),
  • systemisch, das heißt innerlich durch Medikamente.

Welche Therapieform gewählt wird, hängt von den individuellen Ansprüchen des Patienten und dem Schweregrad der Erkrankung ab. Eine Kombination mehrerer Therapieformen ist in einigen Fällen empfehlenswert.

 

Welche Medikamente gibt es für die Behandlung?

Als Basistherapie werden Medikamente wie zum Beispiel Methotrexat eingesetzt. Diese Medikamente wirken nicht nur symptomatisch, das heißt, sie lindern nicht nur die Symptome, sondern verzögern durch ihre entzündungshemmende Wirkung auch das Fortschreiten der Erkrankung. Bei nicht ausreichender Wirkung oder Unverträglichkeit können ergänzend zur Basistherapie bei der systemischen Behandlung sogenannte Biologika eingesetzt werden, welche gezielt in das Immunsystem eingreifen. Dazu gehören TNF-alpha-Blocker, die den entzündungsfördernden Botenstoff TNF-alpha hemmen. So kann der Entzündungsprozess zum Erliegen gebracht werden.

 

Was ist das Ziel der Behandlung?

Da Psoriasis Arthritis nicht ursächlich geheilt werden kann, ist das Ziel der Behandlung, die Krankheitssymptome dauerhaft zu lindern und die Gelenkzerstörung aufzuhalten. Dieses vorübergehende oder dauerhafte Abklingen der Symptome wird als Remission bezeichnet. Je eher Psoriasis Arthritis therapiert wird, desto besser sind die Chancen auf eine komplette Remission, bei der alle Beschwerdesymptome zum Stillstand kommen. Dabei kann es vorkommen, dass Haut und Gelenke unterschiedlich auf die Behandung reagieren. So ist es möglich, dass sich das Hautbild erheblich verbessert, die Gelenkbeschwerden aber anhalten – oder umgekehrt. Die Aussichten auf eine komplette Remission sinken mit zunehmender Krankheitsdauer und mit dem Fortschreiten der Gelenkentzündungen.