Wie ensteht Psoriasis Arthritis?

Die Ursache von Psoriasis Arthritis ist noch nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren (wie genetische Veranlagung und Umwelteinflüsse) die Erkrankung auslöst. Psoriasis Arthritis gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Durch eine Fehlfunktion des Immunsystems wird bei Psoriasis Arthritis körpereigenes Gewebe angegriffen und der Prozess der Hauterneuerung stark beschleunigt. In der Folge wird die Haut dicker und stößt überschüssige Zellen in Form von Schuppen ab. Darunter wird eine dünne Hautschicht sichtbar, die leicht verletzbar ist und dicht angelegte, punktförmige Blutaustrittsstellen ("Tautropfenphänomen") aufweist. Begleitend zu der Schuppenflechte auf der Haut treten Gelenkbeschwerden durch Entzündungen auf. Typisches Merkmal sind auch mehrere Schwellungen an den Endgelenken der Finger oder Zehen ("Wurstfinger" und "-zehen"). Auch die Wirbelsäule und Sehnen können von der Entzündungsreaktion betroffen sein.

 

Wer erkrankt an Psoriasis Arthritis?

Eine Psoriasis Arthritis kann sich aus einer "normalen" Schuppenflechte (Psoriasis) entwickeln: Fast jeder fünfte Patient, der an Schuppenflechte leidet, erkrankt auch an Psoriasis Arthritis. In Deutschland wird bei circa zwei Prozent der Bevölkerung Schuppenflechte diagnostiziert und sie ist damit eine der häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen. Die Psoriasis Arthritis kann bei Menschen in jedem Alter auftreten, wobei Männer und Frauen gleich häufig betroffen sind.

 

Welche Symptome zeigt Psoriasis Arthritis?

In den meisten Fällen von Psoriasis Arthritis reagiert zuerst die Haut durch rötliche, scharf begrenzte Veränderungen, die mit weißlichen Schuppen bedeckt sind und jucken. Besonders anfällig sind dabei die Ellenbogen, der Kreuzbeinbereich und die Kopfhaut. Schuppenflechte kann an kleinen, aber auch großflächigen Hautarealen vorkommen. Bei mehr als der Hälfte der Patienten werden auch Finger- und Zehennägel in Mitleidenschaft gezogen und zeigen Veränderungen oder Verfärbungen. Im Laufe der Zeit weitet sich die Entzündung auf die Gelenke aus, die anschwellen und schmerzen. Am Morgen können sich vor allem die Finger- und Handgelenke steif anfühlen (Morgensteifigkeit). Weitere Beschwerdesymptome sind Rückenschmerzen, die meist im Ruhezustand (zum Beispiel nachts) zunehmen und sich bei Bewegung bessern, sowie tief sitzende Kreuzschmerzen. Auch Depressionen und emotionale Instabilität können eine Begleiterscheinung der Psoriasis Arthritis sein.

 

Wie verläuft Psoriasis Arthritis?

Der Verlauf dieser rheumatischen Erkrankung kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Ein kontinuierliches Voranschreiten oder auch Phasen mit nur geringer Krankheitsaktivität sind möglich. Meist beginnt die Psoriasis Arthritis unauffällig und schleichend. Viele Patienten suchen erst nach Jahren einen Arzt auf. Psoriasis Arthritis kann sich aber auch schlagartig durch starke Beschwerden bemerkbar machen. Grundsätzlich gilt, dass die frühe Diagnose und Therapie das Voranschreiten der Erkrankung mildern oder sogar aufhalten kann.

 

Ist Psoriasis Arthritis heilbar?

Die Psoriasis Arthritis kann nicht geheilt werden, ist aber mit Medikamenten gut therapierbar. Behandlungsziel ist es, Krankheitsbeschwerden zu kontrollieren und zu mildern und das Voranschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Im Idealfall kann durch die Behandlung eine vollständige Remission erreicht werden. Dabei kommen die Beschwerdesymptome völlig zum Stillstand. Außerdem soll für eine höhere Lebensqualität des Patienten die Beweglichkeit der Gelenke erhalten werden.