Wie diagnostiziert man Rheumatoide Arthritis?

Grundsätzlich sollte Rheumatoide Arthritis so früh wie möglich erkannt und nach Auftreten der ersten Symptome behandelt werden, um das Voranschreiten der Krankheit zu mindern. Im Idealfall wird die richtige Diagnose nur wenige Wochen nach Erscheinen der ersten Symptome ermittelt. Erschwert wird eine frühe Diagnose dadurch, dass zu Beginn der Krankheit die Symptome oft nur wenig ausgeprägt und damit oft nicht typisch sind. Patienten suchen in der Regel zuerst ihren Hausarzt auf. Dieser wird meistens zuerst wichtige Informationen aus der Krankengeschichte (Anamnese) abfragen. Darüber hinaus wird der behandelnde Arzt verschiedene Untersuchungen vornehmen, um den Verdacht auf Rheumatoide Arthritis zu bestätigen. Die Diagnose Rheumatoide Arthritis wird in erster Linie durch Blut- und Gewebeuntersuchungen sowie Röntgenaufnahmen beim Arzt gestellt. Bei der Blutuntersuchung werden bestimmte Werte (Entzündungswerte, Antikörper) betrachtet, die auf das Bestehen einer Rheumatoiden Arthritis hinweisen können. Röntgenbilder weisen die für die Erkrankung typischen Gelenkveränderungen (zum Beispiel an Händen und Füßen) nach. Anstelle des Röntgens können auch andere bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall sinnvoll sein.  

 

Wie behandelt man Rheumatoide Arthritis?

Bei der Therapie der Rheumatoiden Arthritis stehen verschiedene Medikamente zur Auswahl. Sie unterscheiden sich im Hinblick auf ihre Wirkart und Wirkweise sowie in der Einsatzdauer und auch in ihren Nebenwirkungen. Welche Behandlung im individuellen Fall sinnvoll ist, sollte immer gemeinsam mit dem behandelnden Arzt (Rheumatologe) festgelegt werden. Zu den häufigsten verwendeten Medikamenten gehören verschiedene Schmerzmittel, von Kortison abgeleitete Arzneimittel und die  Basistherapeutika. Die neueste Entwicklung für mittelschwere bis schwere Formen der Rheumatoiden Arthritis, wenn die oben genannten Mittel nicht ausreichend wirken, stellen die biologischen Medikamente (Biologika) dar, welche gezielt in das Immunsystem eingreifen. Diese Medikamente werden mit Hilfe von lebenden Zellen biotechnologisch hergestellt, daher der Name Biologika. Die dabei am häufigsten verwendete Gruppe ist die der TNF-alpha-Blocker. Für einen ganzheitlichen Ansatz sollten Maßnahmen wie zum Beispiel Physiotherapie und eine Ernährungsumstellung die Behandlung sinnvoll ergänzen.  

 

Was ist das Ziel der Behandlung?

Wichtigstes Behandlungsziel ist die Wiederherstellung der langfristigen Lebensqualität. Durch die Therapie werden Schmerz, Entzündung, Morgensteifigkeit und Erschöpfung wieder besser beherrschbar. Sobald die Funktionsfähigkeit der Gelenke wiederhergestellt wurde, fallen normale Alltagsaktivitäten oder auch die berufliche Tätigkeit wieder leichter. Verbessern sich die Krankheitsbeschwerden immer weiter, kann es zu einer sogenannten partiellen Remission der Erkrankung kommen. Im Idealfall wird durch die Therapie eine komplette Remission erreicht, das heißt, die Krankheitsbeschwerden kommen völlig zum Stillstand.