Rheuma und Herz – ein direkter Zusammenhang

Auf den ersten Blick erscheint Rheuma als reine Gelenkerkrankung. Dabei belasten rheumatisch-entzündliche Erkrankungen das Gefäßsystem im ganzen Körper. Deshalb haben Rheumapatienten ein erhöhtes Risiko für alle Krankheiten, die eng mit dem Gefäßsystem oder dem Herzen verknüpft sind, wie zum Beispiel Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Zudem kann eine Verkalkung der Gefäße (Arteriosklerose) durch die Entzündungsreaktionen bedingt sein. Rheuma-Patienten haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Diese umfassen eine Gruppe von Erkrankungen, die vom Gefäßsystem oder vom Herzen ausgehen, wie

  • Herzinfarkte
  • Schlaganfälle
  • akute Gefäßverstopfungen (zum Beispiel Thrombosen, Embolien)
  • Herzrhythmusstörungen

 

Risikofaktoren

Bestimmte Merkmale können die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls erhöhen. Zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren gehören die genetische Veranlagung sowie Alter und Geschlecht. Jedoch können Sie auf andere Risikiofaktoren selbst Einfluss nehmen und so einem Herzinfarkt oder Schlaganfall bis zum einem gewissen Grad vorbeugen. Rauchen ist generell einer der stärksten Herz-Risikofaktoren. Die im Tabakrauch enthaltenen Schadstoffe belasten besonders die Blutgefäße. Die Arterien verengen sich und gleichzeitig steigt die Herzaktivität. In der Folge werden die Gefäße schlechter durchblutet und der Blutdruck steigt. Hoher Blutdruck schädigt die Blutgefäße und fördert die Entstehung der Arteriosklerose (Verkalkung der Gefäße). Bei Rheumapatienten kann Rauchen zudem die Therapie ungünstig beeinflussen. Durch eine gesunde Lebensweise können Sie noch auf einen weiteren Risikofaktor Einfluss nehmen. Denn Bewegungsmangel vermindert die Gelenkbeweglichkeit und setzt gleichzeitig die Belastungsfähigkeit des Herzens herab.