Wie entsteht Rheumatoide Arthritis?

Die Ursache von Rheumatoider Arthritis ist eine Fehlfunktion des Immunsystems. Das Immunsystem, welches normalerweise den Körper vor Fremdstoffen schützt, macht mehr, als es soll: Irrtümlicherweise hält es körpereigenes Gewebe für einen zu bekämpfenden Fremdkörper. Dadurch kommt es zu einer chronischen Entzündung der Gelenke, insbesondere der Gelenkinnenhaut. Warum das Immunsystem so fehlgeleitet wird, ist bisher nicht endgültig geklärt. Ziemlich wahrscheinlich ist, dass Rauchen die Anfälligkeit für die Erkrankung fördert.  

 

Wer erkrankt an Rheumatoider Arthritis?

Bei den meisten Patienten tritt Rheumatoide Arthritis erstmals im Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren auf, doch generell können Menschen in jedem Lebensalter – auch Kinder und Jugendliche – erkranken. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer. Der Krankheitsbeginn ist oft schleichend. Frühsymptome sind über einen längeren Zeitraum geschwollene und überwärmte Gelenke. Rheumatoide Arthritis kann sich aber auch plötzlich mit Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehengelenken bemerkbar machen. Meist verläuft die Krankheit schubweise. Während eines Schubs, der mehrere Wochen andauern kann, verschlimmern sich die Beschwerden. Zwischen den einzelnen Schüben lassen die Einschränkungen wieder nach.  

 

Welche Symptome zeigt Rheumatoide Arthritis?

Zu den ersten Symptomen einer Rheumatoiden Arthritis gehören stark schmerzende, geschwollene Gelenke. Dabei sind insbesondere die Hände und Füße betroffen. Neben den typischen Gelenkschmerzen sind zudem steife Gelenke besonders am Morgen (die sogenannte Morgensteifigkeit) sowie Kraftlosigkeit und Schwellung der Fingergelenke häufige Anzeichen der Erkrankung. Begleitend können weitere Frühsymptome wie allgemeine Müdigkeit, Erschöpfung, Abgeschlagenheit und leichtes Fieber auftreten.  

 

Wie verläuft Rheumatoide Arthritis?

Die Krankheit verläuft bei jedem Patienten anders. Nur bei wenigen Patienten tritt eine Spontanerholung auf. Jedoch können jahrelange Pausen mit fast völliger Beschwerdefreiheit vorkommen. Ebenso sind permanente Einschränkungen möglich. Bei der Mehrzahl verläuft die Erkrankung schubweise, das heißt, die Beschwerden nehmen über mehrere Monate zu. Im Verlauf der Erkrankung kann die Bewegungsfreiheit mitunter sehr stark eingeschränkt sein, sodass alltägliche Handlungen wie Brotschneiden oder Schreiben zu Herausforderungen werden.  

 

Ist Rheumatoide Arthritis heilbar?

Im Moment ist die Rheumatoide Arthritis nicht heilbar. Mit Medikamenten lassen sich jedoch Krankheitsbeschwerden deutlich lindern. Darum konzentriert sich die Therapie auf das Mindern der Symptome und dem Erreichen einer Remission. Beschwerden wie Entzündungen und Schmerzen lassen sich durch die Behandlung gut kontrollieren. Die Therapie hat außerdem das Ziel, ein Voranschreiten der Erkrankung zu reduzieren. Je früher Rheumatoide Arthritis diagnostiziert wird, desto eher kann eine Therapie eingeleitet werden, die nicht mehr rückgängig zu machenden Gelenkschäden vorbeugen kann. Die richtige, kontinuierliche Behandlung kann Patienten ein vergleichsweise beschwerdefreies und unabhängiges Leben ermöglichen.